Dieser Blog wurde von Lyan von HorseGanic geschrieben.
Übergewicht kommt bei Pferden häufiger vor, als viele Besitzer denken. Besonders genügsame Rassen wie Fjorde, Haflinger, Tinker und Shetlandponys speichern Energie schnell in Form von Fett. Das mag harmlos erscheinen, kann aber zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Insulinresistenz, Hufrehe und Gelenkbeschwerden führen.
Ernährungstherapeutin Lyan von HorseGanic achtet deshalb nicht nur darauf, welches Futter man besser gibt oder nicht, sondern vor allem auf eine Ration, die den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes entspricht. Dabei spielt die Darmfunktion eine Schlüsselrolle. Wenn der Darm optimal funktioniert, kann das Pferd Zucker besser in nutzbare Energie umwandeln, anstatt sie als Fett zu speichern. In diesem Blog erklärt sie, wie man Übergewicht auf gesunde und natürliche Weise angehen kann.
1. Raufutter: die richtige Menge und Qualität
Raufutter bleibt die Grundlage jeder Ration, auch bei übergewichtigen Pferden. Zu wenig Heu und zu lange Fresspausen verursachen Stress und Verdauungsprobleme. Wichtiger ist, dass das Raufutter von guter Qualität ist und einen niedrigen Zucker- und Fruktangehalt aufweist. Heu, das energiearm und ballaststoffreich ist, hilft dem Pferd beim Kauen und hält den Darm gesund, ohne dass es zusätzlich an Gewicht zunimmt.
2. Zucker und Stärke begrenzen
Pferde mit Übergewicht haben oft eine zu hohe Aufnahme von Zucker und Stärke. Dies kommt hauptsächlich aus Kraftfutter und sattem Gras. Stärke und Zucker verursachen Schwankungen des Blutzuckerspiegels und fördern die Fetteinlagerung. Daher rät Lyan, Kraftfutter immer durch natürliche, ballaststoffreiche Alternativen zu ersetzen.
3. Ballaststoffe und Struktur sorgen für Sättigung
Ein Pferd, das abnimmt, muss das Gefühl haben, genug zu fressen. Ballaststoffe und Struktur sind dabei entscheidend. Kräuter, Zweige und ballaststoffreiche Pflanzen wie Luzerne sorgen für Kauzeit, Sättigung und eine gesunde Darmfunktion. Das beugt Stress vor und hilft dem Pferd, natürlicher zu fressen.
4. Natürliche Fettsäuren für Stoffwechsel und Energie
Auch ein Pferd, das abnehmen soll, benötigt gesunde Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Leinsamen, unterstützen den Stoffwechsel, wirken entzündungshemmend und tragen zu einem gesunden Fell bei. Wichtig ist, dass diese in kleinen Mengen hinzugefügt werden, um Energie zu liefern, ohne zu überlasten.
5. Kräuter und Samen als Unterstützung
In der Natur wählen Pferde oft selbst Kräuter, die die Verdauung und Darmfunktion unterstützen. Pferde mit Übergewicht profitieren von Kräutern und Samen, die den Darm stärken und die Verdauung optimieren, damit Nährstoffe besser verwertet werden und der Stoffwechsel ins Gleichgewicht kommt. Denken Sie zum Beispiel an Leinsamen, Flohsamen oder Kräuter wie Wegerich und Kamille, die die Darmgesundheit unterstützen. Lyan passt dies immer sorgfältig an das individuelle Pferd an, da kein Tier gleich ist.
6. Bewegung gehört zum Plan
Obwohl Lyan als Ernährungstherapeutin den Schwerpunkt auf die Ernährung legt, gehört Bewegung zu jedem Gewichtsreduktionsplan. Schon leichte tägliche Bewegung regt den Stoffwechsel an und hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Ohne Bewegung kann die Ernährung allein oft nicht genug bewirken.
Fazit
Ein übergewichtiges Pferd setzt man nicht auf eine strenge Diät, sondern gibt ihm eine ballaststoffreiche, zuckerarme und ausgewogene Ration mit natürlichen Quellen. Durch die Zugabe von Kräutern, Kernen und Samen wird der Stoffwechsel und die Gesundheit auf eine Weise unterstützt, die der Natur des Pferdes entspricht. Lyans Ansatz als Ernährungstherapeutin ist immer maßgeschneidert: Sie berücksichtigt die Lebensbedingungen, den Pferdetyp und die Qualität des Raufutters. So stellt sie sicher, dass der Gewichtsverlust nicht nur gesund verläuft, sondern auch nachhaltig ist, damit Ihr Pferd wieder fit und vital wird.
Mehr Informationen? www.horseganic.nl