Bokashi ist eine besondere Ergänzung für die Ernährung fast jedes Tieres. Es besteht aus fermentiertem Pflanzenmaterial und ist voller Leben. Aber was genau ist es und was bewirkt es?
Was ist Bokashi?
Der Name Bokashi kommt aus Japan und bedeutet wörtlich: gut fermentiertes organisches Material. Es wird mit Hilfe positiver Mikroorganismen hergestellt, die Gemüse, Getreide und Kräuter auf natürliche Weise umwandeln, ohne Erhitzung oder Konservierungsstoffe.
Diese sogenannten effektiven Mikroorganismen (EM) sind Bakterien und Pilze, die natürlicherweise im Boden, in Pflanzen und auch im Darm von Mensch und Tier vorkommen. Sie helfen beim Abbau und der Umwandlung von organischem Material. In Bokashi sorgen sie für Fermentation: einen kontrollierten Prozess, bei dem das Material in wertvolle Stoffe wie Enzyme und organische Säuren umgewandelt wird.
Was bedeutet „fermentiert“?
Fermentation ist ein natürlicher Prozess, bei dem Bakterien, Hefen oder Pilze Nährstoffe umwandeln. Denken Sie an die Umwandlung von Milch in Joghurt oder von Kohl in Sauerkraut.
In Bokashi geschieht dies ohne Sauerstoff, eine sogenannte anaerobe Fermentation. Durch diesen Prozess bleiben Nährstoffe erhalten und es entstehen neue Verbindungen, die das Produkt frisch, leicht säuerlich und besonders nahrhaft machen.
Was bewirkt Bokashi?
Bokashi ist kein Ersatz für Futter, sondern eine natürliche Ergänzung zur täglichen Ration. Es bietet genau das bisschen zusätzliche Unterstützung:
- Hilft bei einer guten Verdauung (u.a. dank Thymian, Luzerne, Kreuzkümmel, Leinsamen und Sellerie)
- Unterstützt die Darmfunktion (u.a. dank Leinsamen und Getreidefasern)
- Trägt zu einer gesunden Darmpassage und einem regelmäßigen Stuhlgang bei
* Gesundheitsbezogene Angaben unterliegen der europäischen Genehmigung.
Verschiedene Arten von Bokashi
Es gibt verschiedene Arten von Bokashi, abgestimmt auf die Tierart und deren natürliche Ernährung:
- Für Grasfresser und Geflügel – reich an Ballaststoffen, fermentiertes Pflanzenmaterial, etwas trockener in der Textur und grober in der Struktur.
- Für Hunde – ahmt den Mageninhalt eines Beutetieres nach. Dunklere Getreidesorten.
- Gemüse-Bokashi – getreidefreie Variante mit viel Gemüse und Kräutern. Orangefarben und durch den höheren Feuchtigkeitsgehalt etwas „nasser“ und empfindlicher, daher besonders wichtig, es gut zu lagern.
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Getrocknetes Bokashi – speziell für Tiere mit empfindlichem Magen oder Darm. Durch den Trocknungsprozess sind bestimmte Mikroorganismen vorübergehend inaktiv geworden und die Wirkung ist milder, aber der natürliche Wert bleibt erhalten. Leicht, trocken und härtere Struktur.
Unser Bokashi besteht aus fermentiertem Getreide, Samen, Gemüse und Kräutern. Beim Gemüse-Bokashi (das getreidefrei ist) setzt sich die Feuchtigkeit manchmal unten ab, das ist normal. Einfach umrühren, und die Konsistenz ist wieder gut. Auch den nasseren Teil unten können Sie einfach verwenden; die Wirkung bleibt die gleiche.
Wie füttert man Bokashi?
Auf der Verpackung steht eine empfohlene Menge pro Tierart. Beginnen Sie mit der Hälfte der angegebenen Dosis, damit sich Ihr Tier langsam daran gewöhnen kann. Danach können Sie die Menge schrittweise erhöhen.
Bokashi hat von Natur aus einen niedrigen pH-Wert (zwischen 3 und 4, aufgrund der Fermentation) und mischt sich am besten unter das normale Futter. Für Fleischfresser (wie Hunde und Katzen) darf es auch pur gegeben werden. Eine Kombination mit Kräutern oder anderen natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln ist kein Problem.
Hat Ihr Tier einen empfindlichen Magen oder Darm? Dann beginnen Sie mit der getrockneten Variante und wechseln Sie später zu einem aktiveren Bokashi.
Lagerung und Anwendung
Bokashi riecht von Natur aus frisch-säuerlich, das ist normal. Geruch und Farbe können leicht variieren; es bleibt schließlich ein lebendiges Produkt. Entsteht ein stärkerer Geruch? Dann stellen Sie den Topf kurz offen hin und rühren Sie gut um, das Gleichgewicht stellt sich wieder her.
Nach einer bestimmten Zeit kann Bokashi etwas dunkler werden. Dies ist ein völlig natürlicher Prozess durch Oxidation und sagt nichts über die Haltbarkeit des Bokashi aus.
Verwenden Sie immer einen sauberen Löffel, berühren Sie das Produkt nicht mit den Händen und lagern Sie es bei einer stabilen Temperatur unter 20 °C. Ein Kühlschrank ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich; die Kälte macht einige Mikroorganismen weniger aktiv. Wenn Sie keinen kühlen Ort zu Hause haben, ist der Kühlschrank eine gute Alternative. Nehmen Sie das Bokashi dann rechtzeitig heraus, damit es vor der Fütterung Zimmertemperatur erreicht.